Bewegung
im Burggarten

Die sogenannte Burggarten-Bewegung, 1979 bis 1981, war eine Protestbewegung, bei der sich in Wien erstmals auf breiter Ebene junge Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen zusammenfanden, um ihren Lebensbedürfnissen gemeinschaftlich  Ausdruck zu verleihen. An dem scheinbar harmlosen Wunsch, in der Wiese des Burggartens zu sitzen, entzündeten sich heftige Auseinandersetzungen mit der „Obrigkeit“, mit Polizei und Politikern und mit der (Groß-)Elterngeneration, der „Kriegsgeneration“ und ihren strikten Normen. Der „Rasen“, der nicht betreten werden durfte – ältere Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt überwachten dieses Verbot eisern –, stand in Wien symbolisch für den Konflikt der Generationen.

 

© Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv

 

© Votava
Nina Hagen im Burggarten, 16. September 1979

 


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Zeitungsbericht über die Burggarten-Bewegung, Kurier, 17. September 1979

 

© Peter Lachnit  © Peter Lachnit
Flugblatt zur Burggarten-Bewegung, „Liegen Sie manchmal gern im grünen Gras?“

 

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Chronologie der Burggarten-Bewegung, Arena Stadtzeitung 1981, Nr. 9

 

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Beschreibung einer Burggarten-Demonstration, Arena Stadtzeitung 1981, Nr. 9